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Neue Ausstellung des Tenkil-Museums eröffnet am 7. Februar: Journalisten berichten über ihre Zeugnisse

Das Tenkil-Museum, eines der umfassendsten Menschenrechts- und Erinnerungsprojekte zu den Entwicklungen in der Türkei in den vergangenen Jahren, eröffnet am 7. Februar 2026 in der deutschen Stadt Hanau eine neue Ausstellung.

Im Mittelpunkt steht die Hauptausstellung zur Tenkil-Katastrophe, die sich mit den seit 2013 andauernden systematischen Menschenrechtsverletzungen befasst, von denen Hunderttausende Menschen direkt betroffen waren. Die Ausstellung dokumentiert, wie Freiheiten, Berufe und gesellschaftliches Leben schrittweise eingeschränkt und aufgelöst wurden.

Zeitgleich wird erstmals der Sonderbereich „Medien & Tenkil“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser neue Ausstellungsteil widmet sich der Rolle der Medien während dieses Prozesses und gilt als erste umfassende kuratorische Arbeit, die sich mit der öffentlichen Verantwortung der Medien im Kontext der Tenkil-Katastrophe auseinandersetzt.

Medien & Tenkil: Ein erstmals gezeigter Sonderbereich

Der Bereich „Medien & Tenkil“ bringt die über viele Jahre gesammelten Beobachtungen, Dokumente und Zeugnisse von Journalistinnen und Journalisten zusammen, die sowohl Zeugen als auch Betroffene des tiefgreifenden Wandels im Mediensektor waren.

Thematisiert werden der zunehmende Druck auf Medienschaffende, die Schließung von Medienhäusern sowie die Auswirkungen einer gleichgeschalteten Berichterstattung auf den öffentlichen Raum. Anhand konkreter Veröffentlichungsbeispiele wird gezeigt, wie Unrecht durch Propaganda, Schweigen und Wiederholung unsichtbar gemacht wurde.

Zugleich beleuchtet der Ausstellungsbereich die journalistischen Praktiken im Exil sowie den fortdauernden Kampf um Wahrheit und Aufklärung. Damit erinnert die Ausstellung eindringlich an die öffentliche Verantwortung unabhängiger Medien.

Ein Erinnerungsort für öffentliche Auseinandersetzung

Die Ausstellung des Tenkil-Museums geht über individuelle Leidensgeschichten hinaus und macht sichtbar, wie der öffentliche Raum beschädigt wurde und welche langfristigen gesellschaftlichen Folgen diese Entwicklung hat. Sie versteht sich als Ort der kollektiven Erinnerung und öffentlichen Auseinandersetzung.

Ausstellungsinformationen:

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