Der türkische Rundfunkrat RTÜK hat mehrere internationale Streaming-Plattformen mit Geld- und Katalogstrafen belegt. Betroffen sind Netflix, Prime Video, MUBI, Disney XD und HBO Max.
Wie der CHP-nahe RTÜK-Ratsmitglied Tuncay Keser mitteilte, wurde den Plattformen eine Verwaltungsstrafe in Höhe von drei Prozent ihres Umsatzes auferlegt. Zudem müssen bestimmte Filme aus den Katalogen entfernt werden.
Als Begründung führte RTÜK die Verletzung von Bestimmungen an, wonach Inhalte „nicht im Widerspruch zu den nationalen und moralischen Werten der Gesellschaft, der allgemeinen Moral und dem Prinzip des Familienschutzes stehen dürfen“ sowie „nicht obszön sein dürfen“.
Zu den betroffenen Produktionen gehören:
- „Kobalt Mavisi“ (Netflix)
- „Those About to Die“ (Prime Video)
- „Benedetta“ (MUBI)
- „All of Us Strangers“ (Disney XD)
- „Looking: The Movie“ (HBO Max)
Kritiker sehen in den Sanktionen einen weiteren Schritt, um digitale Plattformen unter Druck zu setzen und kulturelle Vielfalt einzuschränken.

