Die am Sitz des Europarats und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) organisierte Demonstration unter dem Motto „Gerechtigkeit für alle“ hat weltweit große Beachtung gefunden. Journalist:innen und Freiwillige der Internationalen Journalistenvereinigung (IJA) begleiteten die Veranstaltung vor Ort und trugen entscheidend dazu bei, die Forderungen nach Gerechtigkeit in die internationale Öffentlichkeit zu tragen. Auch Mitglieder des Europäischen Parlaments nahmen teil oder bekundeten ihre Unterstützung mit Solidaritätsbotschaften.
Live-Berichterstattung und soziale Medien
IJA-Reporter:innen und freiwillige Unterstützer:innen dokumentierten die Demonstration in Straßburg mit Live-Übertragungen und aktuellen Beiträgen auf Social Media. Über Plattformen wie X (ehemals Twitter) erreichten die Hashtags #JusticeForAll und #StrasbourgMeetingForJustice ein Millionenpublikum. In Interviews, Fotos und Livestreams berichteten sie von der Atmosphäre vor Ort, zeigten eindrückliche Bilder der Proteste und machten auf die in der Türkei anhaltenden politischen Inhaftierungen, Einschränkungen der Pressefreiheit und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam.
Die Journalist:innen stellten besonders die Rufe nach einem unabhängigen Rechtsstaat und einer freien Presse in den Vordergrund. Sie berichteten von den Slogans, Transparenten und bewegenden Geschichten der Teilnehmenden – darunter inhaftierte Journalist:innen, Politiker:innen und Studierende, für deren Freilassung Gerechtigkeit gefordert wurde.
Internationale Kampagne mit großer Beteiligung
Die IJA produzierte informative Grafiken, Videos und Pressemitteilungen, um die globale Reichweite der Demonstration zu verstärken. Die Veranstaltung wurde von der NGO Peaceful Actions gemeinsam mit 24 weiteren Menschenrechtsorganisationen organisiert. Die IJA war auch Mitunterzeichnerin eines dreisprachigen Briefes an den Europarat und den EGMR, in dem konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der EGMR-Urteile gegen die Türkei gefordert wurden.
Pedal für Rechte
Ein besonderer Programmpunkt war die Aktion „Pedal für Rechte“, bei der Radfahrer:innen aus fünf europäischen Ländern nach Straßburg reisten. Darunter war auch der im Exil lebende Journalist Nurullah Albayrak. Die Radfahrenden führten den Protestzug an und symbolisierten die Ausdauer und Entschlossenheit im Kampf um Menschenrechte.
Junge Stimmen gegen das Schweigen
Besonders engagiert waren die jungen IJA-Freiwilligen, die Interviews in mehreren Sprachen führten und die Botschaft „Ihr seid nicht allein!“ verbreiteten. Auch bei Kamera- und Fotoarbeiten waren sie aktiv eingebunden und spielten eine tragende Rolle in der medialen Aufbereitung.
Botschaft: „Nicht schweigen!“
Die IJA sieht in der Demonstration ein starkes Signal gegen das Schweigen. Mit dem Aufruf „Nicht schweigen!“ riefen die Journalist:innen die internationale Gemeinschaft dazu auf, gegenüber den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in der Türkei Stellung zu beziehen. Die IJA-Teams machten deutlich, dass sie die Forderungen zivilgesellschaftlicher Akteure nach entschlossenerem Handeln von Institutionen wie dem Europarat und dem EGMR unterstützen.

