Ein aktueller Bericht des Committee to Protect Journalists (CPJ) zeigt, dass die Zahl der weltweit inhaftierten Journalistinnen und Journalisten auch im Jahr 2025 auf einem anhaltend hohen Niveau bleibt. Demnach waren zum Stichtag mehr als 330 Medienschaffende aufgrund ihrer journalistischen Arbeit in Haft – das fünfte Jahr in Folge mit Zahlen über 300.
Der Bericht macht deutlich, dass viele der Betroffenen unter harten und teils lebensbedrohlichen Haftbedingungen festgehalten werden. Zahlreiche Journalistinnen und Journalisten befinden sich ohne rechtskräftiges Urteil in Haft, andere verbüßen langjährige Haftstrafen. Zudem dokumentiert der Bericht Fälle von Misshandlung, Folter und unmenschlicher Behandlung in Gefängnissen.
Türkei unter den Ländern mit den meisten Inhaftierungen
Im internationalen Vergleich gehört auch die Türkei weiterhin zu den Ländern mit einer hohen Zahl inhaftierter Medienschaffender. Laut CPJ-Daten und begleitenden Auswertungen befinden sich derzeit 17 Journalistinnen und Journalisten in türkischen Gefängnissen. Damit liegt die Türkei weltweit auf Platz acht der Länder mit den meisten inhaftierten Journalisten.
Der Bericht verweist darauf, dass Inhaftierungen in der Türkei häufig im Zusammenhang mit kritischer Berichterstattung, Protestberichterstattung oder politisch sensiblen Themen stehen. Menschenrechtsorganisationen warnen, dass die anhaltenden Festnahmen und Strafverfahren nicht nur die Arbeit einzelner Journalistinnen und Journalisten einschränken, sondern auch die Pressefreiheit und den Zugang der Öffentlichkeit zu unabhängigen Informationen erheblich beeinträchtigen.
CPJ betont, dass die anhaltend hohe Zahl inhaftierter Journalistinnen und Journalisten weltweit ein alarmierendes Signal für den Zustand der Pressefreiheit sei und fordert Regierungen auf, die Kriminalisierung journalistischer Arbeit zu beenden und internationale Menschenrechtsstandards einzuhalten.

