Website-Icon International Journalists

Aufruf zu „Gerechtigkeit für alle“ vor dem Europarat und dem EGMR: IJA-Mitglieder und Freiwillige machen mit einem Protestmarsch in Straßburg auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam

Morgen findet in Straßburg eine große Kundgebung statt, um auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in der Türkei aufmerksam zu machen. Der Protestmarsch beginnt um 10:30 Uhr vor dem Europarat und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Die Aktion wird von der internationalen Menschenrechtsorganisation Peaceful Actions organisiert und von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen aus ganz Europa unterstützt – darunter auch die Internationale Journalistenvereinigung (IJA).

Im Rahmen der Demonstration wird Gerechtigkeit für Millionen von unterdrückten Menschen in der Türkei gefordert. Außerdem wird der Europarat aufgefordert, konkrete und entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, damit die Türkei die Urteile des EGMR umsetzt.

IJA unterstützt den Gerechtigkeitsmarsch in Straßburg

Auch die Internationale Journalistenvereinigung (IJA) unterstützt den Protestmarsch. Sie wird Live-Übertragungen der Veranstaltung organisieren und deren internationale Sichtbarkeit sicherstellen. IJA-Mitgliedsjournalisten berichten vor Ort, senden live und teilen Eindrücke über soziale Medien.

Freiwillige der IJA unterstützen die Aktion ebenfalls über soziale Netzwerke. Zudem zählt die IJA zu den Mitunterzeichnern eines Schreibens, das dem Europarat und dem EGMR übergeben wird. In dem Schreiben werden konkrete Forderungen in Bezug auf die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei formuliert.

Der Brief – verfasst in drei Sprachen – fordert die europäischen Institutionen auf, aktiv zu werden, damit die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei wiederhergestellt und Urteile wie das Yalçınkaya-Urteil endlich umgesetzt werden. Die Botschaft: Die europäischen Institutionen dürfen zu den systematischen Menschenrechtsverletzungen in der Türkei nicht länger schweigen.

„In die Pedale treten für die Rechte“

Im Rahmen des Protests wird erneut auf die Einhaltung der EGMR-Urteile gepocht und der Europarat aufgefordert, entschlossener gegen die Rechtsverstöße in der Türkei vorzugehen. Im Zug des Projekts „In die Pedale treten für die Rechte“ haben sich Radfahrer aus fünf europäischen Ländern auf den Weg nach Straßburg gemacht und werden den Demonstrationszug anführen.

Die „Mauer der Gerechtigkeit“: Deine Botschaft zählt

Wie in den Vorjahren wird auch diesmal in Straßburg die „Mauer der Gerechtigkeit“ aufgebaut. Diese mobile Wand, die seit drei Jahren durch Frankreich reist, soll darauf hinweisen, dass Gerechtigkeit in staatlichen Institutionen und Gerichten oft nicht zu finden ist. Der obere Teil der diesjährigen, noch größeren Wand zeigt Bilder über Menschenrechtsverletzungen in der Türkei, während der untere Teil für Nachrichten und Unterschriften der Teilnehmer reserviert ist. Die Aktion versteht sich als offener Raum für Solidarität – nicht nur mit dem Gülen-Bewegung, sondern auch mit Umwelt-, Tier- und weiteren gesellschaftlichen Anliegen.

Theaterbühne: Menschenrechtsverletzungen und Europas Schweigen

Im Rahmen der Veranstaltung wird ein Theaterstück aufgeführt, das die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei sowie das Schweigen der europäischen Institutionen thematisiert. Die Inszenierung behandelt eindrücklich Themen wie politische Gefangenschaft, die willkürliche Inhaftierung von Journalisten und Bürgermeistern. Ziel ist es, durch Kunst ein stärkeres Bewusstsein in der europäischen Öffentlichkeit zu schaffen.

Auf dem Programm stehen außerdem Reden von EU-Abgeordneten, musikalische Darbietungen, Videobotschaften, Erfahrungsberichte von Betroffenen und öffentliche Stellungnahmen. Menschenrechtsaktivist:innen rufen die europäischen Institutionen dazu auf, mehr Verantwortung zu übernehmen und dem Rechtsbruch in der Türkei nicht tatenlos zuzusehen.

Die mobile Version verlassen