In der Türkei sind 41 Social-Media-Konten wegen Beiträgen zum aktuellen Krieg im Nahen Osten gesperrt worden. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Desinformation und sogenannter psychologischer Einflussnahme.
Nach Angaben der Behörden wurden zudem 75 Inhalte von digitalen Plattformen entfernt. Die Sperren betreffen Beiträge auf Plattformen wie X, Facebook und Instagram.
Der Kommunikationsdirektor der Präsidentschaft, Burhanettin Duran, erklärte, dass nach Beginn der Angriffe auf Iran eine intensive Desinformationskampagne festgestellt worden sei. Bestimmte Konten hätten demnach gezielt nicht verifizierte Inhalte verbreitet, um in der Bevölkerung Angst, Unsicherheit und Misstrauen zu erzeugen.
Die zuständigen staatlichen Institutionen hätten den Prozess von Beginn an überwacht und Maßnahmen gegen digitale Manipulationsversuche ergriffen. An den Ermittlungen waren unter anderem die Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität der Polizei, die Telekommunikationsbehörde sowie Staatsanwaltschaften beteiligt.
Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden die betroffenen Konten gesperrt und Inhalte gelöscht. Gegen weitere Accounts, die unter Beobachtung stehen, wurden rechtliche Schritte eingeleitet.
Die Regierung betonte, dass der digitale Raum als Teil der nationalen Sicherheit betrachtet werde. Maßnahmen gegen Manipulation und Desinformation würden daher konsequent im Rahmen der geltenden Gesetze umgesetzt.

